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Alwin in der Kueche

Alwin schmeckt ab...
   

Mein Suppenabend
Noch zu "guten alten Westberliner Zeiten" war ich es gewohnt regelmäßige Gesprächs- und Vorstellungskreise bei mir zu veranstalten. Das tat ich seinerzeit zum Teil, weil ich dazu nicht von zu Hause weg musste und als alleinerziehender Vater so keine Beaufsichtigung für meine Töchter benötigte und zum Anderen, weil ich früh lernte, dass Menschen sich in einem privaten, kleinen Kreis ganz anders erfahren, als in dem, was allgemein als Öffentlichkeit bezeichnet wird. Auch war es mir immer wichtig meinen Kindern vorzuleben, wie es in jeder Gesellschaft gilt selber etwas anzuschieben. Nach dem Fall der Mauer war ich regelmäßiger Teilnehmer beim literarischen Jour Fix des Bonsai-Typ-Art-Verlages, der vorbildlich veranstaltete, was Cornelia Saxe 1999 versuchte als Renaissance der "Berliner Salons" als Buch veröffentlichte (ISBN 3-88679-331-1). Einiges von dem in diesem Buch beschriebene kannte ich, doch war es mir durch eine bewusst geworbene Öffentlichkeit wenig interessant.
Es war der Schriftsteller Wolfgang Fehse, mit dem ich einmal des Nachts länger zusammen saß und darüber resümierte, wie es viel zu vieler solcher Kreise gäbe, die sich gegenseitig auf die Schulter klopften und doch nie mit sogenannten "normalen Menschen" dabei in Berührung kämen. Seiner Aufforderung und Hilfe war es geschuldet, dass ich 2003 solches selber wieder selber in Angriff nahm. An einem regelmäßigen Wochentag im Monat lud ich einen Kreis von Kulturschaffenden und "Normalbürgern" zu einem vorstellendem Treffen zu mir ein. Ich mache dazu jeweils einen großen Topf Suppe - daher der Name - , bereite Kaffee und stelle Saft bereit, während die Gäste Wein nach ihrem Bedarf mitbringen. Zu meiner eigenen Überraschung hatte ich schnell eine Liste von Kulturschaffenden, die sich bei mir vorstellen wollten und eine weitere, noch größere, mit Adressen von Menschen, die sich zum Kennenlernen von verschiedenen Kulturschaffenden anmeldeten. So lade ich seither zielgerichtet zu diesem privaten Treffen ein, wo die Künstler keine Gage erwarten und die Besucher wissen, wie sie sich durch Weitervermittlung und "Mundpropaganda" bedanken können, wenn ihnen der oder die Vorgestellte gefiel.
Einen Salon möchte ich dieses Treffen von etwa 20 Personen nicht nennen, denn dazu ist meine Atelierwohnung nicht repräsentabel genug. Es blieb einfach "Alwins Suppenabend", so wie es sich ergab du wozu ich keinen Namen erfand.

Impressionen vom Suppenabend am 16.11.06 mit Michael Sellin

Suppenabend

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Internetseite von Michael Sellin

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